Weihnachtskonzert     09.12.2018 Konzertbericht

Unser diesjähriges Weihnachtskonzert am 09.12.2018 fand traditionsgemäß in der Bochumer Christuskirche, ein Kulturzentrum, das 800 Gästen Platz bietet, statt. Alle Eintrittskarten waren bereits im November vergriffen, somit war auch in Folge  unser Konzert wieder ausverkauft.

Unsere musikalischen Gäste waren diesmal die Sopranistin Heide Bertram und ein symphonisches Streichorchester mit Musikern aus ganz NRW. Auch die beliebten Wortbeiträge von unserem Sänger Karl-Heinz Herweg gehörten zum Programm.

Unser Konzertprogramm mit fröhlichen und feierlichen Beiträgen, wie immer zusammengestellt von unserem Chorleiter Hans Bruhn, beinhaltete erstmalig eine andere, weihnachtliche Facette. Grund dafür war in diesem Jahr das Ende des Steinkohlebergbaus, eine Ära, die das Ruhrgebiet über mehr als einhundert Jahre geprägt hat und für den wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand in ganz Deutschland mit verantwortlich war. Am 21.12.2018 wurde in einer Feierstunde dem Bundespräsidenten Dr. Steinmeier  auf der Zeche Prosper Haniel in Bottrop das letzte dort geförderte Stück Kohle übergeben und die Förderung eingestellt. Damit war auch die letzte Zeche geschlossen. Grund genug für unseren Chorleiter einen Block mit bergmännischen Weihnachtsliedern ins  Programm einzubauen.

Nach der musikalischen Eröffnung durch das Orchester mit dem Stück „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ und der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Günther Repovs präsentierte der Polizeichor drei bergmännische Weihnachtslieder: „Willkommen, o Retter der Welt, „Glockenklang im Muldental“, jeweils von Steffen Döhner  und „Der knappe zu Weihnachten“, nach einer Melodie von Martin Luther.

Die Sopranistin Heide Bertram überzeugte anschließend mit dem Lied „Auf, auf, ihr Hirten“ von Fidelio Friedrich Finke. Im nächsten Dreierblock ertönte das „Credo“,  von Wilhelm Heinrichs sowie die Lieder „Mit den Hirten will ich gehen“, aus der Feder unseres Chorleiters Hans Bruhn und „Winter in Canada“, von Christian Bruhn. 

Der folgende Wortbeitrag von Karl-Heinz Herweg befasste sich mit Situationen aus Nachbarschaften mit Asylsuchenden in der Adventszeit und  regte zum Nachdenken an.

Musikalisch ging es dann mit dem Orchester und dem Stück „Pavane“ von Hans Bruhn weiter. Heide Bertram sang danach  „Weihnacht“,  von Georg Friedrich Händel und mit dem Polizeichor das „Ave Maria der Berge“, von Otto Groll. Nach dem feierlichen „Weihnacht“, von Wilhelm Heinrichs wurde es flotter mit dem Polizeichor und „Jeder neue Tag“, (I will follow him), dem Welterfolg aus „Sister Act“, von .W. Stole Del Roma in der Bearbeitung von Otto Groll. Großer Applaus folgte. Das von Henry Purcell „An Evening Hymn“ stammende Lied brachte wieder die Solistin auf den Plan.

Die dann anschließenden Gedanken zum Weihnachtsfest, wieder vorgetragen von unserem Sprecher Karl-Heinz Herweg, schilderten einen möglichen Ablauf einer Bescherung in einer „typischen Familie“ des Ruhrgebiets in Anlehnung eines Textes von Hans-Dieter Hüsch. Diesmal ein Wortbeitrag, der mehr als nur zum Schmunzeln animierte.

Instrumentell überzeugte danach das Orchester mit „O Heiland reiß die Himmel auf“, von Friedrich Spee. Swingig wurde es dann bei der Präsentation des Spirituals „Swing low“, von Peter Brettner durch Chor und Solistin. Das anschließende traditionelle Weihnachtslied „Stille Nacht“, von Mohr/Gruber in der bekannten Bearbeitung von Hans Lingerhand sang die Sopranistin gemeinsam mit allen Konzertbesuchern, der Polizeichor sang dazu die Nebenmelodie mit dem besonderen Text („Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden…….). Das „Agnus Dei“, von Georges Bizet für Solistin und Chor war dann ein weiterer Höhepunkt. Wie in jedem Jahr endete das offizielle Konzertprogram mit dem „O du fröhliche“,  diesmal in folgender Reihenfolge, unsere Solistin sang die erste Strophe, der Polizeichor die zweite Strophe und alle gemeinsam, einschließlich aller Zuhörer, die dritte Strophe. 

Ein lang anhaltender Abschlussapplaus war Lohn der dargebrachten Leistungen, der alle Beteiligten  insgesamt noch zu drei Zugaben motivierte. Es folgte aus Macht des Schicksals von Verdi „Du hohe Himmelskönigin“, bearbeitet von Rische/Seidel und „Süßer die Glocken nie klingen“, arrangiert von unserem Chorleiter Hans Bruhn. Mit dem Sister Act Song, „Jeder neue Tag“, endete dann ein erfolgreicher Höhepunkt des Chorjahres in Bochum mit dem Dank an alle Beteiligten, die durch ausgezeichnete Leistungen dem mehr als dankbaren Publikum dieses facettenreiche Programm präsentierten.  

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